Shareconomy: Teilen kommt vor Besitzen

Der Begriff der Shareconomy, also der Shared Economy ist bereits seit Jahren Trend und in vielen Bereichen zu finden. Besonders ist hervorzuheben, dass sich viele der am Markt etablierten Prozesse in diese Richtung orientiert haben. Dennoch ist immer wieder mit Erstaunen festzustellen, mit welcher Ambivalenz sowohl Unternehmen als auch Mitarbeiter auf diese Themen reagieren. Es gilt, sich der Vorteile und der Gefahren der Shareconomy bewusst zu werden, um diese effektiv und sicher einzuordnen.

Prozesse im Wandel

Die Shareconomy ist allenthalben zu finden. Durch die Veränderung etablierter Wirtschaftsparadigmen, durch die schnelle Dynamik der Märkte und auch durch die Digitalisierung und Vernetzung haben sich sowohl Produktions- als auch Managementprozesse in den letzten Jahren fundamental gewandelt. Sogenannte Social-Business-Strategien vieler Unternehmen wurden von den Mitarbeitern mit Argwohn beobachtet und konnten in vielen Fällen auch im Management nur unter schwierigen Bedingungen umgesetzt werden. Dabei ist die Akzeptanz für verschiedene Modelle der Shared Economy in vielen Bereichen stark angestiegen. Car-Sharing beispielsweise ist bei vielen Menschen zu einem etablierten Modell geworden und bietet die Möglichkeit für geringes finanzielles Risiko problemlos die verschiedenen Transportmöglichkeiten zu nutzen. Die große Schwierigkeit ist also nicht im privaten Bereich zu finden, sondern immer dort, wo sich die Wirtschaft ebenfalls solcher Modelle bedient und es somit auch zu Veränderungen der eigenen Arbeitsumgebung kommen kann.

Leistungs- und Nutzungsabhängige Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch

Im Endeffekt geht es in einem Unternehmen in jedem Fall um die Wirtschaftlichkeit. Dies wird besonders deutlich, wenn die Veränderung und der Wandel vom Eigentum zum Besitz betrachtet wird. In vielen Unternehmen werden beispielsweise Büromöbel, aber auch teure Spezialwerkzeuge wie Pressen oder auch Kopierer und Computer schon längst nicht mehr erworben, sondern nach verschiedenen Modellen geleast. Eine Metallpresse für die Produktion kann beispielsweise per Pay-by-part finanziert werden, sodass die hohen Anschaffungskosten dem Unternehmen erspart bleiben und es trotzdem auf die volle Funktionalität zurückgreifen kann. Ähnlich verhält es sich in vielen anderen Bereichen, sodass Unternehmen vielfältig von dieser neuen Mentalität profitieren können.

Auf der anderen Seite bietet die Shareconomy allerdings nicht nur Vorteile. Denn je nach Vereinbarung und vertraglicher Verpflichtung kann es auch zu Problemen kommen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass eine Shareconomy als Strategie in einem Unternehmen zielgerichtet geplant und nach klaren Regeln und Definitionen umgesetzt wird.

Die Gefahren der Shareconomy für die Wirtschaft

Viele Unternehmen sehen in der Shareconomy nur Vorteile. Allerdings bieten diese Modelle auch einige durchaus ernstzunehmende Gefahren. Denn der Absatz von Produkten oder Dienstleistungen kann rapide einbrechen, wenn diese durch Shareconomy von den Verbrauchern exzessiv geteilt werden. Der Fahrzeugmarkt ist ein gutes Beispiel für diesen Faktor. Es spart sowohl natürliche Ressourcen und dient zugleich der Schonung der Umwelt, wenn aufgrund des Car-Sharings weniger Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sind. Wenn jedoch ein signifikanter Anteil der deutschen Käufer auf solche Modelle zurückgreift, sinken die Verkaufszahlen der Automobilhersteller ebenfalls deutlich. Es entsteht somit ein negativer Kreislauf, welcher sich nur schwer vom Produzenten durchbrechen lässt. Dementsprechend wichtig ist es, dass der Bereich der Shareconomy von Unternehmen und Unternehmensverantwortlichen ganzheitlich und umfassend betrachtet wird, ehe die entsprechenden Entscheidungen getroffen werden. Wird dies jedoch geleistet, dann stehen den neuen Möglichkeiten der Shareconomy und den damit verbundenen Vorteilen nichts mehr im Wege.

Shareconomy in Unternehmen - ein langer Weg zum Erfolg

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen den Gedanken der Shareconomy einführen möchten und bereit sind die verschiedenen Unternehmensprozesse in diesem Rahmen zu ändern, muss ein solcher Schritt umfassend vorbereitet werden. Denn eine solche Veränderung sorgt nicht nur häufig für eine Veränderung des Markenbewusstseins, sondern wird auch häufig von der eigenen Belegschaft nicht unbedingt positiv aufgenommen. Es gilt, sich somit mit allen wichtigen Faktoren auseinanderzusetzen, und die nachfolgenden Schritte exakt zu planen und zu kalkulieren. Oftmals ist die Einsparungsquote durch die Sharecononmy für Unternehmen so hoch, dass sich auch leichte Einbrüche bei den Absatzzahlen dennoch problemlos rechnen. Denn die neue Lösung des Teilens statt des Besitzens, verlagert sowohl das Risiko als auch die Schwierigkeiten weg vom Kunden zum anbietenden Unternehmer. Anstatt also die entsprechenden Produktionsmaschinen zu kaufen und nur alleine zu nutzen, lässt sich deren Auslastung durch die Shareconomy optimieren und zugleich die Kostenstruktur optimal anpassen.

2018-10-11
Welke Consulting Gruppe
  • Lea Heuchtkötter Lea Heuchtkötter Leitung Strategisches Marketing Welke Consulting Gruppe
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