Weltklasse aus Siegen

Bei dem internationalen Konstruktionswettbewerb Formula Student treten weltweit 450 studentische Teams gegeneinander an – vorne mit dabei: das Team s3 der Uni Siegen.

Ihnen sagt die Formula Student nichts? Das muss sich ändern! Handelt es sich dabei doch um einen einzigartigen weltweiten Wettbewerb, bei dem alljährlich 450 Teams aus Studenten verschiedener Fachrichtungen gegeneinander antreten. Das Ziel: Konzeption und Fertigung eines Rennwagens, dessen Gesamtpaket aus Konstruktion, Rennleistung, Finanzierung und Marketing überzeugt. Im Hintergrund: Das Who is Who der Automobilindustrie, das die Formula Student seit ihrem Bestehen als Nachwuchs-, Technologie- und Entwicklungsplattform unterstützt und für das Recruiting nutzt.

Parallel zu der technischen Entwicklung des Rennwagens müssen die Teams einen tragfähigen Businessplan und ein Vermarktungskonzept für eine Kleinserienfertigung des Fahrzeugs entwickeln. Der Rennwagen sollte sich nicht nur durch ein agiles Handling auszeichnen sowie gute Beschleunigungs- und Bremswerte haben, sondern auch günstig in der Anschaffung und im Unterhalt sein. Wichtige Nebenaspekte des entwickelten Fahrzeugs sind zudem Ästhetik, Ergonomie und neue Lösungen für Serienbauteile. Bewertet werden die Fahrzeugkonzepte von Experten aus der Automobil-, Motorsport- und Zulieferindustrie. In verschiedenen statischen und dynamischen Disziplinen können die Teams wichtige Punkte sammeln, die letztlich über die Gesamtplatzierung entscheiden. Den Sieg erringt das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Finanzplanung, Verkaufsargumentation und Rennperformance.

Der Hidden Champion aus Siegen

Neben Teams von Hochschulen mit so großen Namen wie  ETH Zürich, TU Delft, TU München, University of Toronto und Universität Stuttgart findet sich das Team der „Speeding Scientists Siegen“ (s3) von der Uni Siegen in den letzten Jahren weit vorne in den Bestenlisten. Seit 2008 mit dabei, konnte Team s3 in 2015 sein bisher erfolgreichstes Jahr feiern: Einem 13. Platz beim Rennen in Hockenheim folgte Platz 11 in der Gesamtwertung auf dem Event der Formula Student Austria sowie die Nominierung für den „Clean Mobility Award“ in der Kategorie ECO-Powertrain.  Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya in Spanien glänzten die Siegener im Beschleunigungsrennen mit dem schnellsten heckangetriebenen Fahrzeug, und als Krönung der Saison durfte Team S3 seinen Rennwagen auf der 66. IAA in Frankfurt präsentieren. Mit diesen Erfolgen im Rücken sieht sich das Team s3 zu Recht als „Hidden Champion“ der Formula Student.

Sieben Fahrzeuge haben die Speeding Scientists bisher auf die Rennstrecke gebracht, fünf davon bereits mit Elektroantrieb. Für die Saison 2016 entschlossen sich die jungen Entwickler, eine Auszeit vom Rennbetrieb zu nehmen, um sich ganz dem Projekt widmen zu können, einen Rennwagen mit Elektromotor zu fertigen, der erstmalig mit Allradsystem angetrieben wird. „Die Weiterentwicklung des Antriebsstrangs verschafft uns eine leistungsstärkere Ausgangsposition, um so möglichst gute Ergebnisse bei den verschiedenen Disziplinen des internationalen Konstruktionswettbewerbs herauszufahren und die Spitze der Weltrangliste im Auge zu behalten“, erklärt der Technische Leiter Benedikt Zier die Entscheidung.

Hierfür übertrugen Zier und seine Teamkollegen im vergangenen Jahr das Antriebskonzept vom Heck auf alle vier Räder und optimierten den Rennwagen zudem noch hinsichtlich vielerlei anderer Funktionen: So legten sie das Fahrwerk auf neue Reifen aus, um die Traktion zu verbessern und die maximale Kurvengeschwindigkeit zu steigern. Mit dem Ziel, den Energieverbrauch zu senken und die Reichweite des Fahrzeuges zu erhöhen, gestalteten sie zudem das Bremsen regenerativ. Dabei wird die kinetische Energie durch den Elektromotor wieder zurück in elektrische Energie umgewandelt. Im Bereich Chassis wurden die Strömungssimulationen erstmals mit einer speziellen Software auf dem Rechencluster der Universität durchgeführt.

Der Neustart des Team s3 bezieht sich aber nicht nur auf die technologische Weiterentwicklung des Rennwagens. Die Studierenden möchten insgesamt professioneller werden – in ihren Strukturen und Prozessen, im Außenauftritt, bei der Ansprache von Sponsoren und Partnern. Begleitet werden sie bei diesem Vorhaben von der Welke Consulting Gruppe®. Knut Paulsen, der betreuende Unternehmensberater, war von Anfang an begeistert von Team s3 und seinen Ambitionen: „Es ist absolut faszinierend, mit welcher Leidenschaft und mit wieviel Herzblut sich die Teammitglieder für ihr gemeinsames Ziel engagieren.“ Tatsächlich ist der Name „Speeding Scientists“ für die Studierenden Programm, denn die Teilnahme an der Formula Student bedeutet ein Leben am (Tempo-)Limit: Bis zu 70 Wochenstunden investieren die leitenden Mitglieder in das Projekt – wohlgemerkt neben ihrer Hauptaufgabe: dem Studium. Je nach Aufgabenbereich konstruieren sie, verinnerlichen das internationale Reglement, welches sich jedes Jahr ändert, entwerfen Flyer oder planen die Präsentation des neuen Fahrzeugs. Als Freizeitausgleich werden gemeinsame Abende oder teaminterne Aktivitäten organisiert, die gleichzeitig zur Stärkung des Teamgeists beitragen.

Die mittelständische Zulieferindustrie schläft

„Diese Leistungsbereitschaft geht weit über das normale Maß hinaus. Wir haben es hier mit absoluten High-Performern auf Studentenebene zu tun. Eigentlich müssten sich alle Geschäftsführer oder Personaler der automobilen Zulieferindustrie die Finger nach diesen engagierten, zielstrebigen und klugen jungen Leuten lecken. Sie sind die Hidden Champions für die Hidden Champions!“, so Paulsen. „Leider befinden sich die meisten Unternehmen dieser Kategorie noch im Dornröschenschlaf, was intelligente Wege der Rekrutierung betrifft.“

Aufgrund ihrer außerordentlich hohen Leistungsbereitschaft war es Paulsen ein persönliches Anliegen, die Studenten vom Team s3 in ihrem Vorhaben zu unterstützen. Paulsen ging dabei – wie bei jedem anderen Kunden auch – nach dem Welke Modell für integrierte Markenführung winkom® vor. Gemeinsam mit den Studenten ermittelte er zunächst die Werte, die das Team s3 ausmachen: Als Kern der Marke kristallisierte sich „Ehrgeiz“ heraus, flankiert von dem Grundwert „Mannschaftsgeist“, dem Orientierungswert „Innovation“ und dem Trendwert „Zielstrebigkeit“. Hierauf aufbauend erarbeitete man die Ziele des Teams und eine Vision. Sportlich streben die Studenten den 1. Platz unter den Teams aus Nordrhein-Westfalen an. Mittelfristig möchten sie zu den besten sieben Teams aus Deutschland und den besten 15 weltweit gehören. Technologisch haben die Speeding Scientists vor, zu einem Aushängeschild der Uni Siegen zu werden und für den wechselseitigen Know-how Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sorgen.

Basierend auf den Markenwerten, der Vision und den Zielen von Team s3 wurde ein Kommunikationskonzept erarbeitet sowie die Zielgruppen und Kommunikationskanäle definiert. Welke entwickelte die Story „The Future of Performance“, in der die Haltung eines professionell aufgestellten Teams zum Ausdruck kommt, welches konstant den Kampf um die Pole Position aufnimmt und dessen Teamgeist und Innovationskraft es als einen begehrten Leistungsträger für Young Professionals auszeichnet.  Eine Sponsoren- und eine Mitgliederbroschüre wurden konzipiert, der Webauftritt überarbeitet und Postkarten entworfen, über die das Team seine Zielgruppen Sponsoren, Partner, Mitglieder, Alumni und die Öffentlichkeit erreichen will.

 Quelle: brandzeichen 2017

2018-05-18
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