Wissensmanagement und seine Relevanz in der heutigen Unternehmenskultur

Inmitten einer digital vernetzten Geschäftswelt bildet Wissensmanagement ein wichtiges Instrument für Unternehmen. Doch worum geht es dabei überhaupt und welchen Zwecken dient es? Grob gesagt schöpft Wissensmanagement das individuelle Wissens- und Informationspotenzial von Unternehmen aus. Dies verbessert die interne und externe Kommunikation und steigert beziehungsweise verbessert die Produktivität. Damit wächst auch die Wertschätzung, die Mitarbeiter aller Ebenen dem Unternehmen entgegenbringen.

Wissen und Netzwerk in digitalen und global vernetzten Zeiten

Wissen und Netzwerk sind zwei wesentliche Komponenten in der heutigen Unternehmenswelt. Durch scheidende Mitarbeiter, ebenso aus Altersgründen wie aufgrund stärkerer Fluktuation geht vieles an unternehmenseigenem Wissen verloren. Dieses ist jedoch wichtig, um daraus Strategien und Handlungsrichtlinien für das Unternehmen zu entwerfen und damit produktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben. Dafür bedarf es eines gut funktionierenden Netzwerkes, das imstande ist, Wissen zu bewahren, bei Bedarf zu erweitern und anzupassen. Wissensmanagement befasst sich gleichermaßen mit dessen Aufbau wie Pflege.

Wissen stellt die Gesamtheit an Informationen dar, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen. Dies umfasst ebenso in schriftlicher oder digitaler Form niedergelegte Daten (explizites Wissen) wie das Know-how und intuitive Wissen (implizites Wissen), über welches die Mitarbeiter verfügen. Wissensmanagement stellt sich der Aufgabe, diese unterschiedlichen Informationsquellen zusammenzuführen und als Wissen auszuwerten und effizient auszuschöpfen. Dies ist insbesondere in digitalen und global vernetzten Zeiten elementar, da Ihnen mit dem Internet praktisch unendliche Informationsströme zur Verfügung stehen. Wissensmanagement ist demnach auch ein sehr selektiver Prozess, der die richtige Nutzung verfügbarer Ressourcen erfordert. Informationen aus Daten und Wissen aus Informationen zu generieren bildet jedoch nur einen Teil des Prozesses. Der zweite Schritt im Wissensmanagement ist, aus den verfügbaren Informationen praktische Anwendungen und damit Handlungsstrukturen für ein Unternehmen abzuleiten. Dies ist keineswegs als statischer Vorgang zu verstehen. Wissensmanagement steht ebenso für Flexibilität. Wissen muss dort anwendbar sein, wo es benötigt wird und auch unter neuen Anforderungen einsetzbar sein.

Teilen von Wissen innerhalb von Organisationen und Unternehmen

Wer Wissensmanagement effizient betreiben möchte, braucht zunächst klare Zielsetzungen. Dabei geht es auch darum, das vorhandene Wissenspotenzial zu erkennen und etwaige Defizite offenzulegen. In Bezug darauf könnte eine Zielsetzung beispielsweise darin bestehen, die Qualifikation von Mitarbeitern durch gezielte Fortbildungen voranzubringen. Dies würde den Wissensstand vergrößern und damit wiederum neue Möglichkeiten eröffnen. Wissensmanagement folgt demnach einem konkreten "Fahrplan". Wo stehen wir und wohin soll die Reise gehen? Bei dieser Überlegung zeigt sich, dass auch eine ehrliche Bestandsaufnahme einen weiteren wichtigen Punkt darstellt. Dabei spielt es eine Rolle, wo und in welchem Umfang Wissen ausgeprägt ist und wie im Unternehmen damit umgegangen wird. Wie wird Wissen unternehmensintern und -extern ausgetauscht? Hier lassen sich möglicherweise Schwachpunkte ausmachen, wenn beispielsweise Wissensaustausch schwer oder eingeschränkt praktikabel ist.

Wissensmanagement arbeitetet mit Lösungen, mit denen Mitarbeiter sicher umgehen können. Daher stellt sich zwangsweise die Frage: Was lässt sich machen und wie? Das gilt beispielsweise in Bezug auf potenzielle technische Lösungen. Hier lassen sich nur solche umsetzen, die finanziell und vom dafür benötigten Arbeitsaufwand her für ein Unternehmen realisierbar sind. Letztlich müssen Sie diese umsetzen und die vorhandenen Strukturen darauf ausrichten können. Kommen neue Lösungen und Prozesse zum Einsatz, geht es daran, diese im Hinblick auf ihre praktische Umsetzung zu evaluieren. So lässt sich ermitteln, ob die Neuerungen Ihren Erwartungen entsprechen und etwaige Anpassungen vonnöten sind.

Technische Tools für Wissensmanagement gibt es inzwischen viele. Wichtig ist, zu beurteilen, welche sich je nach individuellen Anforderungen für ein Unternehmen eignen. Dementsprechend lassen sich beispielsweise Intranet, firmen- und abteilungsinterne Wikis oder spezielle Nachrichtensysteme umsetzen. Diese Instrumente ermöglichen es, Wissen gezielt und unkompliziert zu teilen. Gutes Wissensmanagement bemisst sich daher stets an dem unmittelbaren Nutzen, der sich für die Mitarbeiter eines Unternehmens daraus ergibt. Zentrale Wissensdatenbanken sind hierfür die Lösung. Sie ermöglichen den Zugriff auf Informationen, ohne lange danach suchen zu müssen. Wissensdatenbanken müssen dabei für Unternehmen zentral sowie für einzelne Mitarbeiter zeitlich und örtlich unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dies ermöglicht es, vorhandenes Wissen einzuspeisen und daraus abzurufen. Somit schaffen Sie in Ihrem Unternehmen eine gemeinsame Basis für Mitarbeiter und gleichen die Defizite unterschiedlicher Wissensstände aus. Damit legen Sie den Grundstein, um gemeinsam Entscheidungen treffen zu können. Tauchen Fragen oder Wissenslücken auf, lässt sich dies zeitnah und ohne größeren Aufwand klären.

Neben dem Vorteil der Zeitersparnis und dem schnell gefundenen Wissen ermöglicht dies ein effizienteres Arbeiten. Aktuelle Informationen und zuverlässige Daten sichern Ihnen die für das Unternehmen notwendige Handlungsgewalt. Das gilt auf allen Mitarbeiterebenen, die mit klaren Aufgabenteilungen versorgt sind. Das dokumentierte Wissen schafft gleichzeitig Raum für Innovation. Wissensmanagement in Form von zentralen Datenbanken sorgt zudem dafür, dass Sie Wissen sichern und Informationen erhalten bleiben.

2019-08-09
Welke Consulting Gruppe
  • Lea HeuchtkötterLea HeuchtkötterLeitung Strategisches MarketingWelke Consulting Gruppe
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