New Work

Begriffsentstehung

Frithjof H. Bergmann ist ein österreichisch-US-amerikanischer Philosoph und der Begründer der „New Work“-Bewegung.
Er gewann bereits mit 19 Jahren ein Studienjahr in den USA (Oregon). Anschließend blieb in den USA, hielt sich mit den verschiedensten Jobs über Wasser und studierte Philosophie an der Princeton University. Während seiner darauf folgenden Promotion in Princeton erhielt er sowohl dort als auch in Stanford, der University of Chicago und der University of Berkeley Lehraufträge. Später wurde er an der University of Michigan Inhaber seines eigenen Philosophie- und Anthropologie-Lehrstuhls. Während seiner Laufbahn veröffentlichte er zahlreiche Schriften, Artikel und Bücher über ökonomische, politische und kulturelle Themen und berät sowohl Firmen, Gewerkschaften als auch Kommunen und Regierungen in diesen Themenbereichen.

Der Anstoß des Gedankenkonstrukts „New Work“ liegt in den Reisen die er in den Jahren 1976 bis 1979 unternahm. Die Erkenntnis, dass der Kommunismus keine Zukunft haben wird führte zum Beginn der Auseinandersetzung mit dem Kapitalismus und der Idee ein Gegenmodell zu entwickeln – die Bewegung „New Work“.

Was ist New Work?

New Work bezeichnet eine neue Form der Arbeitsweise der heutigen Gesellschaft im globalen und digitalen Zeitalter. Im Zusammenhang des Wandels einer Industriegesellschaft hin zu einer Wissensgesellschaft, stehen wir vor der Herausforderung der Anpassung an eine neue und freiere Arbeitsweise als in vergangenen Zeiten. Die Arbeitsgestaltung wird zeitlich, örtlich, räumlich und organisatorisch mit weicheren und vor allem flexibleren Anforderungen konfrontiert. Daraus resultiert eine Anpassung an die Arbeitswelt 4.0, von Unternehmensstrukturen in Bezug auf die fordernden Aspekte, nach dem Vorbild der „New Work“-Bewegung.

Die Werte von New Work

Selbstständigkeit, Freiheit und die Teilhabe an der Gemeinschaft stellen die zentralen Werte des Konzeptes „New Work“ dar. Durch eine entsprechende Gestaltung des Arbeitsalltags soll durch neue Freiräume und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit die Kreativität, welche in den heutigen Berufen immer mehr an Bedeutung gewinnt, besser entfaltet werden. Selbstbestimmtes handeln soll eine echte „Handlungsfreiheit“ ermöglichen. Anstelle von starren Strukturen, die immer stärker optimiert werden um die Effizienz zu steigern, stehen bei „New Work“ die Schaffung optimaler Ergebnisse im Fokus. Hierzu werden beispielsweise für jede Aufgabe neue Arbeitsteams aus den am besten geeigneten Personen zusammengestellt, ein Arbeitsumfeld geschaffen was die Produktivität fördert und für eine optimale Zusammenarbeit für die entsprechende Aufgabe sorgt oder das kreative Schaffen vorantreibt.

Anforderungen an neue Strukturen

Bei der Umsetzung der „New Work“-Ansätze müssen hierfür entsprechende Strukturveränderungen umgesetzt werden. Diese treten und den unterschiedlichsten Bereichen auf. Folgend werden einige Beispiele genannt:

Eine sich verändernde Arbeitswelt:

  • Die klassische nine-to-five Arbeitszeit wird der Vergangenheit angehören
  • Es wird eine Auflösung von festen Arbeitsorten sowie standardisierten Zeiten und Organisationsstrukturen stattfinden
  • Es findet eine flexible projektbasierte Arbeitseinteilung statt
  • Starre Strukturen werden sich auflösen, da sie unpassend für eine schnelllebige Welt sind

Vertrauen in der Arbeitswelt:

  • Home Office und Remote Work werden häufiger
  • Die Arbeitsmodelle werden weniger Zeitbasiert als Projektbasiert sein
  • Selbstorganisation, sowohl bei Problemlösungen als auch der Organisation der Aufgabenbewältigung, wird einen größeren Stellenwert einnehmen

Verlagerte und modernisierte Arbeitsräume:

  • Zusammenarbeit im virtuellen
  • Neue Formen von Büros entstehen, wie z.B. Co-Working, Co-Places, Co-Spaces und Innovationshäuser
  • Arbeitsräume werden von Mitarbeitern mitgestaltet um ein motivationsförderndes Wir-Gefühl zu schaffen
  • Eine flexible Architektur sorgt für eine entsprechend bedarfsgerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes

Eine neue Art der Kommunikation und Zusammenarbeit:

  • Führungskräfte müssen bereit sein Verantwortung an die Mitarbeiter abzugeben
  • Führungskräften kommt die Aufgabe der direkten Mitarbeiterführung deutlich mehr zu als die Organisation von Prozesse
  • Teams werden für jedes Projekt aus den geeignetsten Personen neu zusammengestellt
  • Durch den Dialog und einer offenen Kommunikation in der Gruppe wird eine erhöhte Transparenz geschaffen

Steigerung des Mitarbeiterwohls durch eine erhöhte Agilität:

  • Zusammenarbeit, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Offenheit sind essenziell um agil reagieren zu können
  • Die kreative Lösung unvorhergesehener Probleme oder Änderungen bedarf Raum für Abwechslung, Erholung und Gesundheit, da gestresste Mitarbeiter ohne Erholungsmöglichkeiten weniger gut in der Lage sind proaktiv zu handeln
  • Eine an den Bedürfnissen der Mitarbeiter orientierte Arbeitsumgebung kann das körperliche, geistige und emotionale Wohlbefinden steigern
  • Agilität kann durch moderne Organisationsstrukturen gefördert werden in den Mitarbeiter eigenverantwortlicher handeln können und somit Entscheidungswege deutlich verkürzt werden
  • Die Summe aus Talenten, Wissen und Können der Mitarbeiter muss ausgeschöpft werden um Projekt zum bestmöglichen Ergebnis zu führen

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