WARUM AUTHENTISCHE MARKEN NICHT DURCH MARKETING ZU ERSETZEN SIND

Die Masse machts, oder?

Das Online-Marketing scheint heute mehr Möglichkeiten zu bieten als je zuvor. Wer genügend Energie und Budget ins Marketing steckt, kommt weiter. Doch kann das Marketing tatsächlich unternehmerische Haltung ersetzen? Zählt die Suchmaschinenplatzierung mehr als Werte?

2018-05-02
Welke Consulting Gruppe
  • Lea Heuchtkötter Lea Heuchtkötter Leitung Strategisches Marketing Welke Consulting Gruppe

Einem Unternehmen heute zu mehr Erfolg zu verhelfen, ist doch eigentlich ganz einfach. Wir leben in Zeiten, in denen das Internet als Informationsquelle an erster Stelle steht. Das gilt für Nachrichten und Weihnachtsgeschenke ebenso wie für hochspezielle Produktionsanlagen und Beraterdienstleistungen. Der erste Weg, um sich über ein Thema, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren, führt ins World Wide Web. Hier gefunden zu werden –
und zwar möglichst schnell – ist schon die halbe Miete. So einfach ist das.

Mit dem richtigen Content kommt der Erfolg von ganz allein – oder vielleicht doch nicht?

Wer hat nicht schon einmal eine E-Mail im Postfach gehabt, die schon in der Betreffzeile eines der folgenden oder ähnliche Versprechen abgibt:

„Mit dieser Strategie kommen die Kunden zu Ihnen!“, „Nie wieder Kaltakquise!“ oder „Mit Online-Marketing in 4 Wochen zu 50 Prozent mehr zahlenden Kunden!“

Natürlich wäre es schön, wenn es solche Patentrezepte für den über das Internet generierten Unternehmenserfolg gäbe. Auch wenn es den ein oder anderen enttäuschen mag – es gibt nicht den Erfolg von der Stange.

Natürlich ist es vollkommen richtig, dass man für eine gewisse Sichtbarkeit des eigenen Unternehmens sorgen muss, damit es überhaupt gefunden wird. Was nützt schließlich das beste
Produkt, wenn niemand von ihm erfährt? Im Internet präsent zu sein ist heute keine Option mehr, sondern integraler Bestandteil des Marketings, der Human Ressources oder Beschaffung. Um hier erfolgreich zu sein, muss man jedoch nach den Spielregeln der großen Gatekeeper spielen. In erster Linie ist das Google, das sich zum größten Traffic-Lieferanten überhaupt entwickelt hat. Wen Google nicht indexiert, wird nicht gefunden. Wer auf den ersten Seiten der Suchergebnisse nicht auftaucht, ist praktisch nicht existent im Internet. Und genau hier liegt auch das Problem, denn bei Google konkurrieren Unternehmen nicht nur mit ihren direkten Wettbewerbern, sondern quasi mit allen Internetseiten, die sich mit dem gleichen Thema beschäftigen.

Den meisten ist mittlerweile klar, dass es nicht ausreicht, eine Internetpräsenz zu haben, das Thema Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist auch in den Marketingabteilungen mittelständischer Unternehmen bekannt.

Während vor einigen Jahren SEO noch darin bestand, die Text-Inhalte einer Website mit möglichst vielen für die Zielgruppe relevanten Keywords vollzustopfen, ist es heute etwas komplizierter, zu einer guten Platzierung bei Google zu kommen. Der angebotene Content muss qualitativ hochwertig und für den User mehrwertbringend sein – möglichst in dem Maße, dass
Nutzer dazu bereit sind, ihn selbst weiterzuempfehlen. Diese Weiterempfehlungen finden größtenteils in Social-Media-Plattformen wie Facebook statt. Im Umkehrschluss müsste das heißen, dass man als Unternehmen eine Facebook-Seite braucht, was durchaus sein kann, aber eben auch nicht zwingend so sein muss. Unternehmen sollten immer da sein, wo auch ihre Zielgruppe ist.

Aber ist es damit tatsächlich schon getan?

Natürlich kann ich, wenn ich etwas verkaufen will, immer zufällig dort auftauchen, wo potenzielle Kunden sind, wo sie nach Produkten wie den meinen suchen. Und ich kann mit ihnen ins Gespräch kommen, sie davon zu überzeugen versuchen, dass ich sie verstehe und dass ich die Lösung für ihre Problemstellung bieten kann. Doch wird der Empfänger meiner Marketingbotschaften trotz allem erst dann zum Kunden, wenn er mir vertrauen kann. Und keine noch so gute Content-Strategie, keine Suchmaschinenoptimierung und keine Marketingmaßnahme baut Vertrauen auf, wenn sie nicht Bestandteil einer stringent geführten Marke ist.

Aller technische Fortschritt hilft nicht ohne Vertrauen

Auch wenn die Möglichkeiten im Marketing immer vielfältiger werden und Unternehmen immer zielgerichteter potenzielle Kunden ansprechen können, ist die Entscheidung, ob jemand ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft, stets davon abhängig, ob er beim Anbieter ein gutes Gefühl hat und ob er diesem vertraut. Vielmehr noch wird mit der Omnipräsenz einer Marke im Netz eine gewisse Erwartungshaltung bei den Usern geschaffen. Diesen Erwartungen dann nicht entsprechen zu können, wäre fatal. Um es mit den Worten des englischen Marketingspezialisten und Buchautoren Simon Sinek zu sagen:

 

 

„Menschen kaufen nicht was, sondern warum du etwas machst.“

Dieses „Warum“, die Werte und die Kultur eines Unternehmens sind das Fundament für sämtliche Unternehmensaktivitäten vom Personalwesen bis zum Online-Marketing. Insbesondere in der Informationsflut des Internets, wo Unternehmen sich einen erbitterten Kampf um die Aufmerksamkeit der Nutzer liefern, sind starke Marken ein Anker, der Sicherheit und Orientierung gibt. Kurz gesagt, man muss empfehlenswert sein, um auch empfohlen zu werden.

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