Herausforderungen und Krisenmanagement
Nach der Restrukturierung stand das Unternehmen vor neuen Hürden: Ende 2020 fiel es einer schweren Cyberattacke zum Opfer. Datenverluste verlangsamten nicht nur operative Prozesse erheblich, sie verdeckten auch kritische Entwicklungen wie steigende Rohstoffpreise. Zusätzlich belasteten rechtliche Auseinandersetzungen aus der Vergangenheit sowie pandemiebedingte Logistikkosten das finanzielle Fundament des Unternehmens schwerwiegend. Trotz voller Auftragsbücher musste Anfang 2022 Insolvenz angemeldet werden – eine Entscheidung geprägt von externem Druck und interner Komplexität.
Der Neubeginn als Irle Rolls
Petrico von Schweinichen entschied sich für einen mutigen Schritt nach vorne: Er gründete Anfang 2023 die Firma Irle Rolls neu und erwarb alle wesentlichen Vermögenswerte aus dem insolventen Vorgängerbetrieb heraus. Diese Neugründung bedeutete nicht nur den Erhalt von rund 250 Arbeitsplätzen sondern auch die Fortführung jahrhundertelanger Tradition in modernisierter Form. Der Ansatz war klar definiert - trotz aller Widrigkeiten sollte das neue Unternehmen seine historische Identität bewahren während gleichzeitig innovative Wege beschritten wurden um langfristig relevant zu bleiben am Marktgeschehen teilhaben zu können.
Der Blick nach Vorn: Vision für 2023
Trotz aller Turbulenzen richtet das Unternehmen den Blick klar auf die Zukunft. Mit der Vision 2030 verfolgt Irle Rolls eine strategische Ausrichtung, die Produktion, Mitarbeitergewinnung, Wissenstransfer, Digitalisierung, Ressourcenstrategie und Energieautarkie durchdacht miteinander verbindet. Auch Kooperationen spielen eine zentrale Rolle, um in einem global herausfordernden Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.






