Porter-Kurve

Wettbewerbsstrategien nach Porter

Porter beschreibt in seiner Kurve drei verschiedene Arten von Wettbewerbsstrategien: Die Strategie der Differenzierung, der Kostenführerschaft und der Fokussierung. Das gemeinsame Ziel aller Wettbewerbsstrategien ist die Schaffung und Erhaltung von Wettbewerbsvorteilen.

Insbesondere in Zeiten der Digitalisierung entscheidet eine Sicherung von Wettbewerbsvorteilen immer maßgeblicher über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Grund ist die vermehrte digitale Transparenz und die dadurch entstehende Vergleichbarkeit. Jedes Unternehmen wird mit der Herausforderung konfrontiert, sich aus der Masse hervorheben zu müssen, um den wirtschaftlichen Erfolg sicherstellen zu können.

Arten der Strategien:

Porter differenziert drei verschiedene Arten von Wettbewerbsstrategien:

Die erste Möglichkeit ist die Strategie der Kostenführerschaft. Die Idee ist, unter allen Wettbewerbern der kostengünstigste zu sein. Das soll durch große Produktionsmengen und geringe Stückkosten sichergestellt werden. Im Idealfall soll kein anderes Unternehmen in der Lage sein, zu derart günstigen Preisen zu produzieren, wodurch sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil erwirtschaftet hat.

Das Risiko dieser Wettbewerbsstrategie ist jedoch, dass das Unternehmen zunächst in moderne und vor allem effiziente Produktionsanlagen investieren muss. Dadurch entstehen zu Beginn sehr hohe Investitionskosten, die sich erst nach einiger Zeit mit den Gewinnen decken.

Die zweite Möglichkeit ist die Strategie der Differenzierung. Das Unternehmen soll sich durch besondere Produkteigenschaften oder eine herausragende Qualität von der Konkurrenz unterscheiden. Die Unique Selling Proposition – also das Alleinstellungsmerkmal – ist ausschlaggebend für diese Wettbewerbsstrategie.

Jedoch muss beachtet werden, dass erfolgreiche Produkte häufig in kürzester Zeit von Konkurrenten nachgeahmt werden. Dadurch gibt es wieder eine größere Auswahl an Produkten und die eindeutige Differenzierung wird deutlich schwieriger. Theoretisch wäre es aus diesem Grund eine bestmögliche Qualität Garantie für Erfolg. Jedoch muss hier beachtet werden, dass die zunehmende Dynamik der Märkte zur Folge hat, dass sich die Produktlebenszyklen deutlich verkürzen. Daher wird es immer schwieriger, während eines so kurzen Zyklus die Qualität zu maximieren.

Die dritte Art ist die Strategie der Fokussierung. Die Idee lautet, sich auf eine spezifische Marktnische zu konzentrieren, die von einer kleineren, aber spezifischeren Zielgruppe darstellt wird. Dadurch hat das Unternehmen die Möglichkeit sich detaillierter mit den Wünschen und Bedürfnissen von genau dieser Zielgruppe zu beschäftigen und daher eine stärkere Bindung der Kunden an das Unternehmen zu erreichen.

Das Risiko dieser Wettbewerbsstrategie sind die größeren Marktteilnehmer, die eine größere Bekanntheit und Reichweite haben. Nischenkonzepte können von diesen kopiert werden und durch ihre größere Reichweite auf dem Gesamtmarkt verbreitet werden. Dadurch kann die Nischenstrategie an Wert verlieren, da sie nun für alle zugänglich ist und es keine spezifische Ausrichtung mehr gibt.

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