Die 15 größten Weihnachtsmythen

Weihnachten hält für Sie keine Überraschungen mehr bereit? Nur weil Sie schon das eine oder andere Fest hinter sich haben, heißt das nicht, dass wir Sie nicht noch überraschen können. Im Folgenden haben wir die größten Weihnachtsmythen rund um das Thema Weihnachten geklärt. Viel Spaß.

2017-12-05
Welke Consulting Gruppe
  • Philipp Keusgen Philipp Keusgen Praktikant Marketing Welke Consulting Gruppe

Männer kaufen Geschenke auf den letzten Drücker

Ja, 29 Prozent aller Männer, aber nur 9 Prozent der Frauen erledigen die Besorgungen auf den letzten Drücker. Doch eine Zahl ist viel erschreckender: 19 Prozent der Männer kaufen gar keine Geschenke, sondern beauftragen Andere damit. Gerade Unternehmer lagern den Geschenkekauf oft an die Sekretärin aus. Dessen Geschenke gefallen den Beschenkten auch noch zu 70 Prozent besser als das Geschenk des Mannes selber.

Weihnachtseinkäufe sind während der Arbeitszeit erlaubt, wenn sie in der Zeit getätigt werden, in der man frei surfen darf.

Definitiv falsch. Weihnachtsshopping ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann mit der Kündigung bestraft werden. Warum? Ganz einfach: Im Schnitt verbringen Mitarbeiter in der Adventszeit ca. 11 Stunden mit Weihnachtsshopping am Arbeitsplatz. Dadurch gehen den Unternehmen satte 3000 € pro Mitarbeiter verloren. Als Beispiel, in einem kleinen Betrieb mit 20 Mitarbeitern ergibt das 60.000 €.

Weiße Weihnacht erleben wir nur alle Jubeljahre.

Nein, hier handelt es sich nicht um den Bestseller „Die Tribute von Panem“. Statistisch erleben wir, zumindest in unseren Breitengraden, alle 8 Jahre eine weiße Weihnacht. Und dieses Jahr? Das letzte Mal Schnee an Weihnachten hatten wir 2010, dort fielen am Heiligen Abend satte 30 cm Neuschnee in Sauerland und Bergland südlich von Köln. Das bedeutet, wir können uns getrost auf nächstes Jahr freuen, aber auch dieses Jahr ist es nicht gänzlich hoffnungslos. Meteorologen sagen für den Norden Deutschlands zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit eine geschlossene Schneedecke voraus.

Coca Cola hat den Weihnachtsmann erfunden.

Nicht erfunden, aber geprägt. Der erste Weihnachtsmann in rot-weiß wurde von Thomas Nast 1863 gezeichnet. Während des amerikanischen Bürgerkrieges erschien seine Zeichnung im Harper´s Weekly Magazin als Kampagne, um den Soldaten Mut zu machen. Auf der Zeichnung war ein alter, bärtiger Mann in rotem Umhang zu sehen, der Geschenke für die Soldaten auf einem Schlitten hinter sich herzog.

Wo feiert man Weihnachten ohne christlichen Glauben?

In Taiwan, Hong-Kong, Macao und erstaunlicher Weise auch in Korea feiert man Weihnachten. In Korea gilt der 25.12. sogar als gesetzlicher Feiertag. Die Asiaten haben vor allem Gefallen daran gefunden, alles bunt und sehr ausgefallen zu schmücken. Auch die westlichen Weihnachtsfilme aus Hollywood stehen dort hoch im Kurs. 

Nach Weihnachten gibt es die richtigen „Schnäppchen“.

Das kommt ganz auf das Produkt an. Bei Bekleidung trifft dies definitiv zu. Die neue Saison beginnt bald nach Weihnachten und dadurch wird schnell der Rotstift angesetzt. Genauso verhält es sich bei Möbeln, Deko und Einrichtungsgegenständen. Doch aufgepasst! Bei Elektroartikeln sollte man nicht warten. Diese haben im Vergleich zum gesamten restlichen Jahr, vor Weihnachten die besten Preise.

Der Weihnachtsbaum ist typisch deutsch.

Das stimmt, er ist eine urdeutsche Erfindung. Im Zuge der Reformation wurde er von einem evangelischen Pfarrer eingeführt. Von dort an startet er seinen Siegeszug und eroberte von Deutschland aus die ganze Welt. Am beliebtesten ist die Nordmanntanne. In Deutschland werden jedes Jahr 29 Millionen Weihnachtsbäume verkauft.

Fest der Pfunde – Weihnachten nimmt man 2 Kilo zu.

Ein Mythos und physiologisch nicht möglich. Wissenschaftler haben herausgefunden, um das zu schaffen, müssten wir rund 18.000 Kilokalorien zu uns nehmen. Das entspricht einer 5-kg-Weihnachtsgans samt Beilagen, nur für uns alleine. Man vergleiche: Im Durchschnitt ist das, das Dreifache von dem, was wir normalerweise an diesen drei Tagen insgesamt essen.

An Weihnachten gibt es mehr Trennungen als sonst im Jahr.

„Und schon wieder eine Beziehung, die durch Weihnachten zu Bruch gegangen ist.“ Ein häufig gehörter Satz, aber stimmt das? Jein. Direkt an Weihnachten trennt sich kaum jemand, das ist für die meisten Menschen dann doch zu grausam. Aber: Fast alle Beziehungen, die im Dezember zustande kommen, gehen bis Weihnachten kaputt. Und auch vor Langzeitbeziehungen wird nicht Halt, gemacht. In den zwei Wochen vor Weihnachten gehen sehr viele Beziehungen zu Ende. Dies liegt an den sehr hohen Erwartungen, die oft nicht erfüllt werden und den unterschiedlichen Vorstellungen und Ritualen, denn gerade an Weihnachten lernt man immer noch eine neue Seite des Partners oder dessen Familie kennen.

Frauen sind die besseren Schenker.

Falsch. Dies zeigt sich nicht nur im Budget, welches von beiden Seiten für den Anderen ausgegeben wird, sondern vor allem an den Geschenkrückläufen an den Kassen. Männer geben im Schnitt rund 230 € für den Partner aus, Frauen 80 € weniger. Die Plätze 1-3 der beliebtesten Männergeschenke für die Partnerin sind:

  1. Kleidung mit 27 Prozent
  2. Parfum mit 20 Prozent
  3. Elektronik mit 18 Prozent (gerade bei Jüngeren sehr beliebt, siehe Smartphones)

Hier werden die Parallelen deutlich und auch woran es liegt, dass Männer die passenderen Geschenke liefern.

Frauen schenken auf Platz 1 auch Kleidung am liebsten und um alle Klischees zu bedienen tatsächlich Krawatten. Auf Platz 2 folgt dann erst die Unterhaltungselektronik. Fakt ist, Männer stehen beim Beschenken unter größerem Druck als die Frauen. Die Gesellschaft suggeriert ein Bild vom Mann, der an Weihnachten alle Wünsche der Frau bedienen muss. Für die Frau reicht es, etwas Nützliches zu schenken. Doch gerade Männer trifft man häufiger an den Kassen nach den Feiertagen an, um Krawatten in die neue Play Station 4 einzutauschen.
  

Unser gesamtes Weihnachtsgeld geht für Geschenke drauf.

Wieder falsch. Rund 45 Prozent des Geldes nutzen wir für den Kauf von Weihnachtsgeschenken. Viel Geld wird hingegen in dieser Zeit für Lebensmittel und Besuche auf diversen Weihnachtsmärkten ausgegeben. Trotzdem handelt es sich um eine große Summe, weswegen das Weihnachtsgeld auch im November ausgezahlt wird, denn das macht volkswirtschaftlich am meisten Sinn. Das vorweihnachtliche Geschäft kurbelt unsere Wirtschaft an und bringt oft konjunkturelle Schwankungen wieder ins Gleichgewicht.

Glühwein – warmer Alkohol macht schneller betrunken.

In der Tat, der Köper nimmt Alkohol aus warmen Getränken schneller auf, als aus kalten und dieser gelangt damit schneller ins Blut. Ist der Glühwein obendrein noch gezuckert, beschleunigt dies den Prozess zudem. Außerdem sorgen die Inhaltsstoffe im Glühwein. Fuselöle, Zucker und Aldehyde, die bei der Vergärung im Körper entstehen dafür, dass wir so einen starken Kater bekommen. Sie entziehen dem Gehirn Sauerstoff. Die Folgen sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Müdigkeit.

Weihnachtsbäume sind die Brandursache Nr. 1.

Ja, 15.000 Brände werden in Deutschland jährlich registriert. Die Dunkelziffer ist noch höher. Der Grund: Oft werden die Bäume bereits im November geschlagen und sind bis zum Heiligen Abend komplett ausgetrocknet. In diesem Zustand braucht so ein Baum gerade mal 4 Sekunden, um Lichterloh zu brennen. Im Extremfall droht sogar eine durch das in den Nadeln befindliche Fichtenöl hervorgerufene Explosion.

O – Tannenbaum ist das meist gesungene Weihnachtslied.

Exakt. O – Tannenbaum ist ein Phänomen, jedenfalls die Melodie ist es. Überall in der Welt bekommt man sie zu hören, so beliebt ist sie. Hier bei uns es ist das meistgesungene Weihnachtslied überhaupt. In China beispielsweise hört man die Melodie auf jeder Versammlung der kommunistischen Partei, dort heißt es dann übersetzt: „Die rote Fahne.“ Auch in Amerika nutzt man die Melodie abseits von Weihnachten für die Hymne des Bundesstaates Maryland. Selbst vor den Fangesängen im Fußball macht sie nicht Halt und so singt man beim FC Chelsea: „We’ll keep the blue flag flying high“.

Was essen die deutschen zu Weihnachten am liebsten?

Zu guter Letzt beschäftigen wir uns mit dem wohl wichtigsten Thema am Weihnachtsabend, dem Essen. Fakt ist, wir deutschen halten nichts von kulinarischen Experimenten. Viel mehr sind wir ein traditionell ausgerichtetes Volk. 2/3 bevorzugen zu Weihnachten Kartoffelsalat mit Würstchen. Jeder 10. wählt den Gänsebraten und 6 Prozent servieren an Weihnachten Karpfen. Vermutlich ist der Hype um den Kartoffelsalat auf die Kriegs- und Nachkriegszeit zurückzuführen. Damals galten diese beiden Speisen schon als kulinarisches Festessen und zu Weihnachten musste es halt etwas Besonderes sein. Es war zu der Zeit ein Segen, sodass sich diese im Grunde genommen nicht ganz freiwillig eingestellte Tradition bis heute überliefert hat. Ein Rückwärtstrend ist aber seit einigen Jahren zu erkennen, gerade wegen des momentan stattfindenden Generationenwechsels.

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