Lasswell-Formel

Gezielte Steuerung kommunikativer Prozesse

Die Lasswell-Formel ist ein Kommunikationsmodell von Harald D. Lasswell, die er Mitte des 20. Jahrhunderts entwickelte. Lasswell wollte es dadurch ermöglichen, die kommunikativen Prozesse in Unternehmen noch gezielter steuern zu können.

Konkret ermöglicht es die Formel, die Kommunikation zwischen Unternehmen und Verbrauchern zu analysieren und falls nötig zu optimieren.

Die Ausgangsfrage der Formel lautet: Who says what in which channel to whom with what effect?

Die einzelnen Komponenten:

Die Lasswell-Formel deckt fünf Forschungsbereiche der kommunikativen Abläufe ab:

  • Who:
    • Wer ist der Sender der Nachricht?
    • Dieser Teil der Frage beschäftigt sich mit dem Sender und gehört daher zur Sender- und Kommunikationsforschung. Um die Rolle und das Selbstverständnis des Senders klar definieren zu können, muss analysiert werden, wer der Sender ist, wie er arbeitet, wie sein Werteversprechen aussieht und wie er sich selbst versteht.
  • What:
    • Wovon handelt die Nachricht?
    • Die Was-Ebene gehört zur Medieninhaltsforschung. Zur Analyse werden formale Merkmale untersucht, aber auch der Inhalt selbst: was wird publiziert und was nicht?
  • Which Channel:
    • Als Nächstes folgt die Medienstrukturanalyse, bei der untersucht wird, über welche Kanäle das Unternehmen kommuniziert. Dabei wird analysiert, welche Kanäle bereits genutzt werden und welche (noch) nicht. Um die Kanüle beurteilen zu können, muss außerdem untersucht werden, welche Auswirkungen die Wahl eines bestimmten Kanals hat.
  • Whom:
    • Die Frage nach dem Empfänger gehört zur rezeptions- und Publikumsforschung. Wer ist überhaupt Empfänger? Worauf achtet dieser konkrete Empfänger? Welche Medien bevorzugt er?
  • What effect:
    • Der Effekt zählt zur Medienwirkungsforschung. Wie kommt die Nachricht an? Welche Gefühle und Assoziationen werden beim Empfänger ausgelöst? Was macht die Wahl des Mediums mit dem Empfänger?

Lasswell-Formel in Zeiten kommunikativer Veränderungen:

Die Lasswell-Formel beschreibt eine einseitige Kommunikation vom Sender zum Empfänger. Als Lasswell seine Formel 1948 entwickelte, ging man bei jeder Form der Kommunikationsforschung von einer einseitigen Kommunikation aus.

Jedoch ist diese Form der Kommunikation in Zeiten des Internets nicht mehr zeitgemäß: Kommunikation erfolgt nicht nur in eine Richtung, sondern kreisförmig – sie wird zum Dialog. Durch die vermehrten „Mitmachmöglichkeiten“ der Nutzer im Internet, gewinnt die Kommunikation an Komplexität.

Da die Lasswell-Formel in ihrer Zusammensetzung jedoch nach wie vor die Basis der Kommunikationsforschung abbildet, gab es zwei Erweiterungen, die die Formel an die vermehrte Komplexität anpassen sollen:

„Who says what to whom under what circumstances through what medium for what purpose with what effect? “

Durch diese Ergänzungen wurde sowohl Intention des Senders (warum sendet er die Nachricht überhaupt? Was will er damit bezwecken?) als auch die Umstände seines Handels (in welcher Situation ist die Nachricht gesendet worden?) berücksichtigt.

Trotzdem dürfen die einzelnen Komponenten, die Lasswell in seiner Formel verwendet, nicht unterschätzt werden: nach wie vor bilden sie das Grundgerüst. Durch die steigende Komplexität lassen sich die verschiedenen Aspekte der Kommunikation jedoch nicht mehr eindeutig den einzelnen Feldern zuordnen, da insbesondere die Beziehung und Verbindung der Komponenten untereinander entscheidend ist. Von Bedeutung ist viel mehr das reibungslose Zusammenspiel der Faktoren.

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