Design als Werttreiber: wie Bauhaus uns die Kunst der Designentkoppelung lehrte

Gutes Design ist nachweislich ein Erfolgsfaktor. In seiner Studie „The Business Value of Design” bescheinigt McKinsey Unternehmen mit einem hohen Design-Index ein doppelt so großes Wachstum wie Unternehmen mit durchschnittlichem Design.

2021-05-03
Welke Consulting Gruppe
  • Lea HeuchtkötterLea HeuchtkötterHead of Strategic MarketingWCG

Architektur, Mode, Haushaltsgegenstände – Design ist Wiedererkennung, Abgrenzung und User Experience und geht oft weit über das eigentliche Produkt hinaus. Design kann z.B. Räumlichkeiten eine rustikale, eine moderne, eine gemütliche oder eine ungemütliche Anmutung geben – das Design wirkt sich also direkt auf unsere Empfindung aus. Jeden Aspekt kann man durch Design verstärken und damit die gesamte Wahrnehmung verändern. Gutes Design ist dazu in der Lage Szenerien umzugestalten und ändert damit auch unsere Einschätzung und unseren Blickwinkel. 

Denken wir zum Beispiel an Bauhaus –  wie keine andere Kunstschule hat das Bauhaus das 20. Jahrhundert geprägt und sich zur einflussreichsten Stilrichtung Deutschlands entwickelt, die bis heute richtungsweisend ist, auch wenn die ursprüngliche Idee dahinter kaum mehr jemand versteht. Bauhaus wurde zu einem Musterbeispiel dafür, wie Design einen Eigenwert erhält, der völlig losgelöst von Produkt oder Dienstleistung funktioniert. 

Der enorme Wiedererkennungswert macht das Design zu einer eigenständigen Marke und erschuf daraus etliche neue Produkte, die es ohne die unverkennbare Strömung des Bauhauses nie gegeben hätte. 

Auch abseits von Kunst und Architektur prägen Designklassiker ganze Marken und halten Unternehmen weit über den Produktlebenszyklus hinaus am Leben. Auch aus der Konsumgüterindustrie kennen wir solche Phänomene. Nespresso beispielsweise erschuf ein Design, welches eine komplette Entkoppelung vom Produktwert hin zu einer eigenen Designsprache mit eigener Wertschöpfung ermöglichte. 

Genauso im B2B – jeder große Investitionsgüterhersteller bemüht sich die Wertigkeit des Produkts durch die Wertigkeit des Designs zu beeinflussen. Gutes Design fängt dabei am POS an und zieht sich weit in die User Experience hinein. Schlechtes Design wird genau solange akzeptiert, bis ein Produkt mit gutem Design auf den Markt kommt, welches das Nutzererlebnis maßgeblich beeinflusst. 

Denn Design ist die Verbindung von Funktionalität und Erscheinungsbild– es ist Usabilität, besonders im Digitalen. Dort, wo das Medium nur noch eine Scheibe ist und das Produkt keinen echten Wert mehr besitzt, wird Usabilität zum Kern-Erfolgsfaktor. 

Gutes Design muss also bei der Zielgruppe sichtbar und erlebbar sein. Wenn das Produkt selbst nicht zu designen ist, dann sind es die Verpackung, die Geschichte, die Vorteile oder die Handhabung. 

Design ist mehr als ein Gefühl oder eine Phase. Design ist ein strategisches Instrument, welches das gesamte Unternehmen betrifft. Es wird damit zu einem Asset, welches als Werttreiber managebar ist und zu einem wichtigen Erfolgsfaktor wird. 

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