Was heißt was? Digitalisierungsbegriffe

Der digitale Wandel bringt nicht nur technologische Neuheiten mit sich, sondern auch zahlreiche Begrifflichkeiten. Dabei kann man schnell den Überblick verlieren. Wir möchten etwas Licht ins Dunkel bringen und erläutern Ihnen hier die gängigsten Begriffe der Digitalisierung.

Agile Unternehmen

Agile Unternehmen sind flexibel und können sich schnell an Veränderungen anpassen. Sie stehen stets im Austausch mit ihrer Umwelt. Dank überschaubarer Planungs- und Umsetzungszyklen kann unmittelbar, möglichst in Echtzeit, auf veränderte Rahmenbedingungen wie wechselnde Kapazitätsansprüche und funktionale Anforderungen reagiert werden. Möglichkeiten der Informationstechnologie sollen zur Erweiterung beziehungsweise Neugestaltung des fachlichen Spielraums von Unternehmen genutzt werden. Fehler lassen sich frühzeitig erkennen und korrigieren. 

 

Big Data

Unter Big Data werden rasant wachsende Datenmengen verstanden. Diese können sowohl strukturiert als auch unstrukturiert sein. Die Digitalisierung hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Sammlung, Nutzung, Verwertung, Vermarktung sowie Analyse der digitalen Daten. Big Data beschreibt völlig neue Datenverarbeitungspraktiken und steht somit auch für ein neues Zeitalter digitaler Kommunikation. Das Ziel der Analyse von Daten bilden verbesserte Entscheidungsgrundlagen für die eigene Geschäftstätigkeit. Im Zuge dessen kann ein Unternehmen strategisch ausgerichtet werden. Auf Basis der Analyseergebnisse lassen sich personenbezogene Profile anlegen, welche genutzt werden, um ein für den jeweiligen Kunden individuell angepasstes Marketing durchzuführen. Dies stellt eine große Herausforderung für den Datenschutz und das Persönlichkeitsrecht dar. Big Data ließe sich demnach mit Big Brother gleichsetzen. Jedoch sind nicht die Daten an sich wichtig, sondern die Vorteile, welche Unternehmen aus ihnen ziehen. 
Der Begriff Big Data beschreibt allerdings nicht nur die Menge an Daten, die in der heutigen Zeit gesammelt und bearbeitet werden, sondern auch die IT-Lösungen und- Systeme, mit denen die Datenmengen verarbeitet werden. Mit Big Data lässt sich demzufolge all jenes bezeichnen, was mit herkömmlicher Technologie aufgrund der Größe der Daten nicht mehr effizient arbeiten kann. So haben ursprüngliche Datenbanken zunehmend Schwierigkeiten bei der Analyse und Visualisierung großer Datenmengen. 

 

Blockchain

Blockchain lässt sich als Datenbank beschreiben, welche digitale Transaktionen sicher dokumentiert. Die Datenbank setzt sich aus kontinuierlich erweiterbaren Datensätzen, sogenannten „Blocks“, zu einer Liste zusammen. Der Begriff „Blockchain“ wurde gewählt, da sich die Zusammensetzung der Datensätze mit einer Kette und ihren einzelnen Gliedern vergleichen lässt. Die Liste wird stets chronologisch erweitert. Bei einem vollständigen Datensatz wird ein neuer erzeugt. Ein Block erhält dann die Prüfsumme seines Vorgängers. Jeder Blockchain-Teilnehmer kann die Liste der Datensätze einsehen.

 

Change Management 

Mit Change Management, zu Deutsch: Veränderungsmanagement, wird eine eigenständige betriebswirtschaftliche Disziplin beschrieben, welche das Ziel verfolgt, weitreichende Veränderungen in Organisationen durchzuführen. Unternehmensstrategien und -strukturen müssen laufend an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Dabei bildet das Change Management die Planung von Veränderungsprozessen ausgehend von einem Anfangs- hin zu einem Zielzustand. Das Change Management befasst sich dabei insbesondere mit der Umsetzung einer strategischen Ausrichtung, indem es verschiedene Methoden, Konzepte sowie Instrumente anwendet. Hierbei muss stets gezielt, aktiv und geschickt gehandelt werden, um wirkungsvoll in die Anpassungsprozesse eingreifen zu können. Neben der betriebswirtschaftlichen Disziplin deckt der Begriff Change Management auch den Bereich IT ab. Hier wird Change Management als ein Prozess verstanden, welcher die Anpassungen an die IT-Infrastruktur kontrolliert und darüber hinaus den für das Unternehmen bestehenden Business-Service wirksam und mit geringem Risiko für den Betrieb durchführt. 

 

Crowdfunding

Das Crowdfunding (oder im Deutschen auch Schwarm- bzw. Gruppenfinanzierung genannt) beschreibt eine Finanzierungsart. Mit dieser Methodik lassen sich dank der Crowd (einer Vielzahl von Menschen) Projekte, Start-ups etc. finanzieren. Dank der Bereitstellung von Eigenkapital und stillen Beteiligungen lassen sich beispielsweise Geschäftsideen realisieren. Die sogenannte Crowd wird vor allem im Internet zur Unterstützung aufgerufen. In den meisten Fällen gibt es eine vorab festgelegte Mindestsumme, welche erreicht werden muss, damit ein Projekt umgesetzt werden kann. Wird die Summe nicht erreicht, kommt es nicht zur Umsetzung des Projektes und die Kapitalgeber erhalten ihr Geld zurück. Gelingt es allerdings, die zuvor definierte Summe zu erreichen, erhalten die Unterstützer eine Gegenleistung in vielfältiger Form. Beim Crowdfunding werden verschiedene Arten unterschieden: Eine nicht-finanzielle Gegenleistung erhalten die Geldgeber beim klassischen Crowdfunding. Beim sogenannten Crowdinvesting erhalten die Unterstützer dagegen einen Anteil an dem durchgeführten Projekt. Beim Crowdlending verleiht die Crowd Geld an die Projektinitiatoren, welche dieses später zurückzahlen müssen. Weder eine materielle noch eine finanzielle Gegenleistung erhalten die Unterstützer beim Spenden-Crowdfunding. Das Kapital wird hier in Form einer Spende übergeben.

 

Digitale Transformation

Mit digitaler Transformation fasst man den Prozess der steten Weiterentwicklung digitaler Technologien zusammen. Digitale Transformation beeinflusst und verändert unser alltägliches Leben. Als Beispiele dienen an dieser Stelle Social Media, Big Data, Cloud Services, Internet of Things usw. Doch die digitale Transformation hält nicht nur in unserem Alltag Einzug, sondern auch in den Unternehmen. Prozesse müssen modernisiert und bestehende Arbeitsabläufe durch effizientere digitale Prozesse ersetzt werden. Auch die Interaktion mit dem Kunden wird durch die Digitalisierung beeinflusst. Es entstehen neue Kommunikationskanäle, über welche der Kunde erreicht werden kann. Die Kommunikation wird automatisiert und dank modernster Datenanalyse kann individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse eines jeden Kunden eingegangen werden. Hinzu kommt der Einfluss der Digitalisierung auf die Bereiche Bildung, Politik und Medizin. 

 

Internet der Dinge

Das Internet der Dinge (englisch: internet of things) beschreibt Technologien, welche physische und virtuelle Gegenstände miteinander vernetzen können. Auf Basis von Informations- und Kommunikationstechniken ist es intelligenten Gegenständen möglich, sich sowohl untereinander als auch nach außen hin mit dem Internet zu vernetzen. Die Geräte werden hierfür mit Prozessoren und eingebetteten Sensoren ausgestattet, um sich über das IP-Netz miteinander zu verbinden. Im Grunde bedeutet dies, dass Alltagsgegenstände sowohl mit uns Menschen als auch mit anderen Geräten über das Internet kommunizieren. Ein Beispiel bildet der internetfähige Kühlschrank, welcher Bescheid gibt, wenn bestimmte Lebensmittel zu Neige gehen und nachgekauft werden müssen. Neben automatischen Bestellungen dient die Vernetzung auch der Informationsversorgung und der Warn- und Notfallfunktion.

 

VUCA-Welt

VUCA ist ein Akronym, welches die Herausforderungen beschreibt, mit welchen wir in Zeiten der Digitalisierung umgehen müssen.

 „V“: Volatility (Volatilität/Veränderlichkeit)

Die Welt verändert sich im Zuge der Digitalisierung in einem rasanten Tempo. Veränderungen werden immer unvorhersehbarer und das Leben instabiler.

 „U“: Uncertainty (Unsicherheit/Ungewissheit)

Wenn Vorhersehbarkeit und die Berechenbarkeit von Ereignissen abnehmen, dann wird es fast unmöglich, Prognosen aufzustellen und die Zukunft zu planen.

 „C“: Complexity (Komplexität)

Die Welt wird immer komplexer. Probleme und Auswirkungen werden schwerer zu verstehen und Zusammenhänge unübersichtlicher.

 „A“: Ambiguity (Ambiguität/Mehrdeutigkeit)

Vieles ist nicht mehr eindeutig und genau bestimmbar. Eine große Auswahl an Optionen führt dazu, dass auch die Anforderungen an Unternehmen und deren Führung paradoxer wird. 

 

4.0

Der Ausdruck 4.0 ist mittlerweile fest in unserem Sprachgebrauch verankert. Begrifflichkeiten wie Industrie 4.0 oder Arbeit 4.0 sind derzeit in aller Munde. Doch was steckt eigentlich hinter der Zahl?
Ganz allgemein steht die 4.0 für eine vierte Revolution, Intelligenz und Automatisierung. Technische Geräte können heutzutage automatisiert Aufgaben abarbeiten und darüber hinaus intelligent agieren. In der Industrie gab es bisher drei große Revolutionen. Die erste im 18. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Mechanik. Eine zweite im 20. Jahrhundert. Mit Einführung der Elektrizität wurde Fließband- und Akkordarbeit ermöglicht und mit der zunehmenden Automatisierung der Industrie durch den  Einsatz von Computern bildete sich die dritte industrielle Revolution. Auch das Arbeiten 4.0 stellt einen weiteren grundlegenden Wandel der Produktionsweise dar. Noch ist unklar, wie sich die Arbeitswelt eines jeden Einzelnen verändern wird, sicher ist jedoch, dass auch die Erwerbstätigkeit noch vernetzter, digitaler und flexibler sein wird. 
 

2019-09-09
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  • Selina FriesSelina FriesPraktikantin MarketingWelke Consulting Gruppe
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